• Paartherapeuten warnen vor eine Trennungswelle in 2022. Gehen oder Bleiben? Die Entscheidungsexpertin Dr. Johanna Dahm gibt Tipps, wie man in dieser Situation gute Entscheidungen treffen kann.

    BildBonn, 17. Juni 2021 – Scheidungsanwälte und Paartherapeuten warnen vor eine Trennungswelle in 2022. Die Corona-Zeit hat viele Paare an ihre Belastungsgrenze geführt: geschlossene Kitas, Schulen und Spielplätze und die Arbeit im Homeoffice hielten Familien und Paare wochenlang in beengten Verhältnisseen fest.

    Viele Paaren mit Kindern sind zudem in der Pandemie zu traditionellen Rollenverteilungen zurückgekehrt. Eine repräsentative Umfrage der Bertelsmann Stiftung aus dem Dezember 2020 zeigt, dass in der Pandemie die Haus- und Familienarbeit zum überwiegenden Teil auf den Schultern der Frauen lastet. Rund 69 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass sie die generelle Hausarbeit erledigen, während das nur 11 Prozent der Männer von sich behaupten. Auch bei Kinderbetreuung und Homeschooling sehen sich mehr als die Hälfte der Frauen in der Verantwortung und nur 15 Prozent der Männer.

    Diese Faktoren führen zu einer deutlichen Belastung von Paarbeziehungen. Dr. Johanna Dahm, Entscheidungsexpertin aus Bonn, stellt die entscheidende Frage: „Wie tragfähig und belastbar ist eine Beziehung unter komplexen Herausforderungen?“ Die Beraterin berät seit über 20 Jahren mit einer eigenen Beratungsgesellschaft Unternehmen und Einzelpersonen hinsichtlich ihrer Entscheidungskompetenz. „Gehen oder Bleiben? Das ist eine der einschneidensten Fragen, die ein Mensch sich stellen kann“, sagt Johanna Dahm.

    In dieser Situation sind Entschlusskraft und eine gute Entscheidungskompetenz gefragt. „Viele Menschen tun sich aber schon bei deutlich banaleren Entscheidungen sehr schwer“, weiß Dahm aus ihrer Praxis. Sie rät deshalb dazu, bei der Frage, ob eine Beziehung eine Zukunft hat oder nicht, einige Parameter für fundierte Entscheidungen zu beachten.

    Eine Kopf-Bauch-Allianz finden
    „Die Intuition ist bei der Entscheidung für oder wider eine Paarbeziehung natürlich ganz wichtig“, stellt Johanna Dahm klar. „Trotzdem ist es keine gute Idee, aus dem Affekt heraus zu handeln oder zu entscheiden – weil er sich mal wieder um die Hausarbeit drückt oder weil sie schon wieder den Familienboss spielt.“ Bei der Entscheidung über eine Beziehung rät sie deshalb, ganz rational Argumente für und gegen eine Trennung abzuwägen, aber genauso, in sich hineinzuhören. „Am besten Sie stellen sich beide Szenarien einmal möglichst konkret vor und visualisieren Ihre eigene Zukunft – wo würden Sie wohnen? Wie würde der Kontakt aussehen? Was passiert mit den Kindern, Haustieren, gemeinsamen Freunden? Und dann prüfen Sie, welche Option sich wie anfühlt.“

    Worst-Case-Szenario entwickeln
    Dahm rät, sich vorzustellen, was schlimmstenfalls passieren kann – sowohl für die Option „Gehen“ als auch für die Option „Bleiben“. Viele Menschen neigen dazu, sich von so einem Szenario komplett lähmen zu lassen. Zum Beispiel „Wenn ich gehe, bleibe ich vielleicht für den Rest meines Lebens allein“. So ein Szenario darf nicht als Drohkulisse den ganzen Entscheidungsprozess überschatten, sondern muss als Möglichkeit eingeplant werden, für die man Lösungen entwickelt. „Mit wem würde ich in Urlaub fahren, wenn ich eine Weile Single bin? Wer würde mir im Alltag helfen können? Wer diese Fragen für sich klärt, nimmt dem Worst-Case-Szenario den Schrecken und verliert die Angst, die ein extrem schlechter Ratgeber bei Entscheidungen ist“, erläutert Johanna Dahm.

    Nicht von der Bequemlichkeit leiten lassen
    „Es ist immer einfacher, sich gegen eine Veränderung zu entscheiden“, weiß Johanna Dahm. Also alles so zu belassen, wie es ist. Viele Menschen verharren deshalb in nicht mehr funktionierenden Beziehungen, weil es bequemer und einfacher ist. Sie scheuen die Auseinandersetzung mit dem Partner, eventuell die Suche nach einer neuen Wohnung oder ein Auseinanderbrechen des Freundeskreises. „Von solchen Kleinigkeiten sollte man sich nicht leiten lassen“, rät Dahm.

    Die finanzielle Situation einbeziehen – aber sie nicht zu hoch gewichten
    Trennungen haben meist auch eine Änderung der finanziellen Situation zur Folge. Das muss bei der Entscheidung auf jeden Fall berücksichtigt werden. Johanna Dahm rät aber, diesem Punkt nicht zu viel Gewicht zu verleihen bei der Entscheidungsfindung. „Vielleicht kann jemand gut in einer kleineren Wohnung leben und auf luxuriöse Reisen verzichten – wenn er dafür frei oder in einer wirklich glücklichen Beziehung lebt“, sagt Johanna Dahm.

    Bleiben wegen der Kinder?
    Gemeinsame Kinder erschweren die Entscheidung, ob man eine Beziehung weiterführen möchte oder nicht, enorm. „Trotzdem sollten Kinder nie der alleinige Grund sein, an einer Beziehung festzuhalten“, betont Johanna Dahm. „Kinderpsychologen sind mittlerweile überzeugt, dass es für Kinder besser ist, bei getrenntlebenden Eltern, die harmonisch miteinander umgehen, aufzuwachsen, als in einem gemeinsamen Haushalt, der einem Minenfeld gleicht.“

    Allein entscheiden – im Team agieren
    Ob man an einer Beziehung festhalten möchte oder nicht, ist zunächst eine sehr individuelle Entscheidung, findet die Expertin. Deshalb sollte man zunächst für sich Klarheit darüber erlangen, ob man sich eine gemeinsame Zukunft noch vorstellen kann. Wenn ja, sollte man möglichst rasch als Paar gemeinsam besprechen, welche Optionen es gibt und für welche man sich entscheiden möchte. „In einer Krise gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Beziehung neu zu beleben und wieder auf ein solides Fundament zu stellen“, weiß die Entscheidungsexpertin. „Getrennte Wohnungen, eine Trennung auf Zeit, mehr Freiräume für beide Partner oder auch mehr gemeinsame Quality Time – bei einer Beziehung gibt es nicht nur die binäre Entscheidung ,Gehen oder Bleiben‘ sondern ganz viele zusätzliche Optionen, die Klarheit schaffen und die Beziehung positiv verändern können.“

    „Ganz entscheidend ist, die richtigen Fragen zu stellen – sich selbst und auch dem Partner“, betont Johanna Dahm. „Fragen ermöglichen Antworten, so kommt ein Austausch zustande.“

    Über Dr. Johanna Dahm
    Johanna Dahm berät und begleitet als Entscheidungs-Expertin Unternehmen und Individuen durch Krisen und Wandel. Zudem ist sie als Autorin, Rednerin und Investorin tätig. Seit über 20 Jahren forscht Johanna Dahm im Bereich Kompetenz- und Entscheidungsmanagement, um Effizienz und Leistung in Organisationen sicher zu stellen und Menschen in ihren persönlichen Erfolgsfaktoren zu unterstützen. Zu ihren Kunden gehören Unternehmen der Gesundheits-, Telekommunikations- und IT-Branche sowie Start-ups und Mittelständler.
    Gerade ist ihr neues Buch „Die Entscheidungs-Matrix“ im Springer Verlag erschienen, mit dem sie Individuen und Unternehmen helfen möchte, Entscheidungswege zu verkürzen und Entscheidungen zu vereinfachen: https://www.springer.com/de/book/9783662623749.

    Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

    Dr. Johanna Dahm
    Frau Johanna Dahm
    Lindenallee 13
    53173 Bonn
    Deutschland

    fon ..: 0175 4627574
    web ..: http://www.drjohannadahm.com
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    Unternehmensberatung für Entscheidungsfindung Potenzialentfaltung Nachfolgemanagement

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    Droht eine Trennungswelle in 2022? Gehen oder bleiben: Entscheidungshilfe für Paare

    veröffentlicht am 17. Juni 2021 in der Rubrik Presse - News
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